Panzerbüchse SPG-9

Schwere Panzerbüchse SPG-9 MN1

Panzerbüchse SPG-9, rückstoßfreies Geschütz sowjetischer Produktion für Hohlladungs- und Splittergranaten für bewegte Ziele (eine schwerere Variante der Panzerbüchse SPG-9).

Besonderes Unterscheidungsmerkmal ist, daß die SPG-9 MN1 für das Schießen im indirekten Richten geeignet ist, womit sich der Einsatzbereich dieser Panzerabwehrwaffe zu dem einer richtigen Infanteriekanone erweitert. Es handelt sich somit um eine regelrechte 73 mm Kanone, die gerade einmal 70 kg wiegt und von einem einzelnen Soldaten transportiert werden kann (Geschütze in dieser Leistungsklasse wiegen sonst leicht über eine Tonne).

Bei schweren Geschützen sind Rundblickfernrohr und Aufsatz in der Regel getrennt. Bei dem Richtaufsatz dieser Waffe PGOK-9 bildet die Zieloptik eine komplette Einheit. Eine ausserordentliche Konzentration der Technik. Dieses Zielvisier hat 4-fache Vergrößerung und 4 mm Austrittspupille. Die Strichplatte ist für den Einsatz bei widrigen Lichtverhältnissen elektrisch beleuchtbar. Die Stromversorgung erfolgt über Akkumulator oder Batterien. Montage über einfachen Klemmverschluss. Verpackung in spezieller Strichtarntasche für UTV, die auch einen kleinen Ersatzteilesatz enthält.

Das Visier ist für das Schießen im „direkten Richten“ vorgesehen. Ferner gibt es ein Nachtsichtzielgerät (PGN-9M) für die schwere Panzerbüchse SPG9. Es handelt sich um einen 3-Stufen-Verstärker, mit einem größeren Objektiv, das zusätzlich mit einer elektromagnetischen Schließvorrichtung versehen ist, um das Gerät vor Lichteinwirkung durch das Mündungsfeuer und damit vor Beschädigung zu schützen. Der elektromagnetische Abblendmechanismus war mit der Auslösevorrichtung der Waffe verbunden, so daß im Augenblick des Schusses automatisch abgeblendet wurde.

Bei dem Richtaufsatz handelt es sich um die Zieloptik der schweren Panzerbüchse SPG-9 MN1, einer leistungsgesteigerten Variante des rückstoßfreien Geschützes SPG-9, wobei der Unterschied nur in der Lafettierung und Richtmöglichkeit liegt. Rohr und Munition sind identisch. Besonderes Unterscheidungsmerkmal der beiden Varianten ist, daß die SPG-9 MN1 für das Schießen im „indirekten Richten“ geeignet ist, womit sich der Einsatzbereich dieser Panzerabwehrwaffe zu dem einer richtigen leichten Infanteriekanone erweitert.

Bei dem Aufsatz handelt es sich um eine Art Trommel, auf der schneckenartig bestimmte Zahlen eingraviert sind, die in bestimmter Weise die Kompensation der ballistischen Flugbahn korrigieren bezwecken soll. Während Rundblickfernrohr und Aufsatz bei schweren Geschützen getrennt sind, bildet das PGOK-9 eine komplette Einheit. – Eine komplette Miniatur-Geschützzielanlage sozusagen.